Keine Panik!

Ohne KategorieÖsterreich hat gerade zugesperrt, dank des Corona Virus. Von 0 auf 900 Krankheitsfälle in knapp 2 Wochen ist kein Lercherlschas, die Massnahmen sind durchaus angebracht.

Es gibt jetzt 2 Typen von Menschen, je nachdem wie sie dem Problem gegenübertreten. Die einen denken sich “Awa geh, so schlimm wirds schon nicht” (und freuen sich insgeheim trotzdem über den Urlaub, ahem, die Heimarbeit). Die anderen laufen voll im Panikmodus und kaufen ABC-Schutzanzüge, Nudeln und Klopapier als düften sie die nächsten 5 Jahre nicht aus der Wohnung.

Die richtige Antwort liegt, wie immer, in der Mitte: Besorgt sein ist in Ordnung, aber Panik ist zu vermeiden. Wenn man den Kopf verliert, macht das das logische Denken nicht einfacher… Und wenn man drüber nachdenkt, ist die Situation nicht wirklich extem: Wasser, Strom, Telefon, Internet, Fernsehen… funktioniert alles nach wie vor; und man darf zum Luftschnappen vor die Tür – sofern man das alleine macht.

Gut, der Kiebitzer ist von Natur aus introvertiert, für ihn machen zwei Tage auf der Couch mit einem guten Buch und genug Schokolade und Wein ein perfektes Wochenende. Das andere Leute, die sich gerne mit Leuten umgeben, vermutlich schon in kürzester Zeit an den Wänden kratzen, versteht er allerdings auch. 

Aber gut, was soll man jetzt machen, wenn man nicht hinaus darf? Hier ein paar Tips aus der introvertierten Ecke:

  • Lesen Sie ein Buch (oder hören Sie eins). Klassiker sind immer gut, weil oftmals länger als moderne Bücher. Und besser angeben kann man auch damit. Halbwegs passend: Liebe in Zeiten der Cholera
  • Jetzt, wo es endlich genügend Zeit zum Kochen gibt, können Sie neue Rezepte ausprobieren. Kochen Sie ruhig auf Vorrat – irgendwie müssen Sie das ganze Zeug, das dank Ihnen jetzt im Supermarkt fehlt, ja aufbrauchen.
  • Apropos Vorrat: Wenn Sie jemand sind, der künstlerisch tätig ist und so Dinge wie Geburtstagsgeschenke oder Weihnachtskarten selbst bastelt, hier ist die Gelegenheit, ein paar vorzubereiten. Dies eignet sich auch als Beschäftigungstherapie für Kinder.
  • Holen Sie Ihre angefangenen Projekte heraus und machen Sie sie endlich fertig, verdammt noch einmal. Ob das der alte Sessel ist, der endlich abgebeizt gehört oder die letzte ungestrichene Ecke im Vorhaus oder der halbe Pullover, der schon seit 3 Jahren auf den linken Ärmel wartet, dies ist die Gelegenheit, sich endlich einmal so richtig gut vorzukommen.
  • Beglücken Sie Freunde, Verwandte oder andere Leute, die Sie nur oberflächlich kennen mit Briefen, Postkarten oder emails (in dieser Reihenfolge der Wichtigkeit). Nichts sagt besser “mir ist langweilig” als ein auf Büttenpapier abgefasstes handschriftliches Konvolut über die Abgründe des Teetrinkens und Abwartens.
  • Räumen Sie Ihren Computer und/oder Ihr Smartphone auf. Kein Schwein braucht 139 unscharfe und generell verwordackelte Bilder von Juniors 5. Geburtstag – überhaupt wenn Junior schon seit 7 Jahren auf der Uni ist.
  • Wenn Sie schon beim Aufräumen sind, Ihr Kleiderschrank hat das sicher auch bitter nötig. Optimismus gut und schön, aber Sie passen garantiert nie wieder in diese hautengen Jeans von vor 3 Jahren. Entledigen Sie sich der Jeans und der zugehörigen Schuldgefühle auf einmal!
  • Machen Sie Ihr Testament und erstellen Sie eine Patientenverfügung bzw. Vorsorgevollmacht. Ernsthaft jetzt. Jeder, der Kinder hat oder einen Partner, sollte auf das Unvermeidbare vorbereitet sein. Auch wenn Sie zu den 98% der Menschen gehören, die Corona überleben werden, sollten Sie Ihre Angehörigen über Ihre Wünsche für den Ernstfall informieren. Besser gleich als irgendwann.

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