Category Archives: FPÖ

Posts über die FPÖ

Die Ziele des Herrn Hofer

Norbert Hofer hat vorgestern in einem Nebensatz bekannt gegeben, daß es sein Ziel ist, bei der nächsten Bundespräsidentenwahl, die im Jahr 2022 geplant ist, wieder zu kandidieren. Ja, nur kandidieren, nicht: gewinnen! 😉 Na super, das heißt hoffentlich nicht, daß wir jetzt vier Jahre lang Wahlkampf bekommen – wenn der so wird wie der letzte, der Kiebitzer würd’ sich aufhängen!

Aber noch ist es viel zu früh für Panik, schliesslich kann in den nächsten vier Jahren viel passieren, eine Verjüngungskur für van der Bellen beispielsweise. Mit ein bißchen Glück stellt sich dem Hofer auch die Angetraute in den Weg – die war ja von seinen ersten derartigen Anwandlungen schon nicht übermäßig begeistert…

Blut, Boden und Reinhard Bösch

VorarlbergIst doch immer wieder interessant was herauskommt, wenn einer von der FPÖ ein Interview gibt. Jede Menge bedauerliche Einzelfälle, nämlich. Diesmal einer in Vorarlberg. Nationalratsabgeordneter und FPÖ Wehrsprecher Reinhard Bösch gab der Neuen Vorarlberger Tageszeitung ein Interview, in welchem er über seine Meinung zur illegalen Immigartion befragt wurde.

Während der Kiebitzer die Auffassung teilt, daß man illegale Immigration eindämmen sollte, stellt sich Bösch mit seinen Vorstellungen über das “wie” eindeutig mit beiden Beinen in die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts. Da war die Rede von “Anlandeplattformen”, die man halt im nordafrikanischen Raum errichten soll, einen Raum, den man notfalls mit militärischen Mitteln in Besitz nimmt und entsprechend verteidigt. Also quasi eine Annektion eines Gebietes eines anderen, souveränen Nationalstaates. Aber keine Angst, das machen wir eh nur auf Zeit, weil früher oder später, wenn die Festung Europa wirklich dicht ist, dann will eh keiner mehr freiwillig hinein.

Gratulation Herr Bösch, Sie haben gut aufgepaßt und sich nur die besten Vorbilder genommen: Ein bißchen Krimannektion (die Russen sind nicht umsonst die besten Freunde der Regierung), ein bißchen Blut und Boden von den Nazis, und ein bißchen Judenvertreibung von ebenda (Motto: back to the roots!). Bei so viel Kreativität ist es eine Schande, daß diese von Leuten außerhalb des rechten Randen nicht ordentlich gewürdigt wird, ja, ganz im Gegenteil. Auch blöd, daß der neuerdings übliche Rückzug des “DAS habe ich NIE gesagt” heutzutage mit Audioaufnahmen umgehend widerlegt werden kann.

Aber gut, den Herrn Bösch wird das nicht weiter stören, und seine Fans auch nicht, und die FPÖ schon gar nicht. Weil die Partei nämlich den mentalen Sprung in die Regierung immer noch nicht vollzogen hat, und keine Ahnung hat, was derartige Aussagen einer Regierungspartei für (internationale) Spuren und Aufregungen hinterlassen können.

Ganz anders unser Bundeskanzler und Exaußenminister Kurz – als wifes Bürscherl müßte er die Konsequenzen doch eigentlich abschätzen können. Also, was sagt Kurz jetzt dazu? Das übliche natürlich: gar nichts nämlich. Das darf man ihm aber nicht übelnehmen, weil schließlich hat er erst am Montag den Dönmetz aus der Partei ausgeschlossen. Die Faust, die er da auf den Tisch gehaut hat, tut ihm wahrscheinlich heute noch weh. Da muß man ihm schon etwas Erholung gönnen, bis er wieder den Mund aufmachen muß!

Edit: Kaum hat der Kiebitzer obiges veröffentlicht, gibt es auch schon eine Meldung von Kurz! Und was sagt er jetzt? Daß Bösch nicht sein Problem ist, weil er weder “seiner” Partei noch “seiner” Regierung angehört. Und daß er nicht der richtige Ansprechpartner für derartiges ist.

Meine Güte! Wie hat es nur passieren können, daß irgendjemand auf dieses armselige und unreife Würschtl hineingefallen ist und der zum Kanzler geworden ist?

Die Zurückgetretenen: Landbauer und Schrott

TirolUdo Landbauer ist wieder da! Die Ermittlungen zur “Liederbuchaffäre” haben nicht schlüssig gezeigt, daß Landbauer von den Naziparolen gewußt hat, also sieht er sich selbst – und die FPÖ tut das natürlich auch – für völlig rehabilitiert und keinen Grund mehr, dem niederösterreichischen Landtag weiter fern zu bleiben. Sein Mandat wird ihm zurückerstattet, und er darf weiterhin – und in aller Unschuld – Landespolitik betreiben.

Was hat man auch anderes erwartet, derartiges kennt man ja zur Genüge. Allerdings hat man selten einen so schönen und direkten Vergleich wie dieser Tage. Es stellt sich nämlich die Frage was der Koalitionspartner in einem ähnlich gelagerten Fall so anstellen wird:

Gut, in der Causa Dominik Schrott geht es nicht um Naziverherrlichung, sondern um Freunderlwirtschaft, aber es hat halt jede Partei ihre Fachgebiete. Die ersten Vorwürfe – die über die getürkten Gewinnspiele auf Facebook – konnte Schrott noch abwehren, wohl auch, weil er dem unmittelbaren Dunstkreis unseres Kanzlers angehört.

Dann gibt es aber noch die zweite Geschichte mit der App die (anscheinend) nichts kann für einen Verein der (anscheinend) nichts tut und für die ein Bekannter Schrotts trotzdem 24.000 EUR bekommen hat (über Umwege durch eine Landesförderung). Die hat dem guten Schrott nach langem Hin- und Her und ausgedehntem Schweigen von Kurz doch noch das Tiroler Mandat gekostet. Schrott ist von allen öffentlichen Funktionen zurückgetreten.

Fragt sich für wie lange. Eine Prüfung der Förderung wurde eingeleitet (und wäre sowieso mit Ende September nötig gewesen), aber so etwas dauert ja nicht ewig. Und wenn nichts Ordentliches dabei herauskommt, und sich Schrott rehabilitiert fühlt – und die ÖVP natürlich auch – steht einer Rückkehr in die Tiroler Landespolitik nichts im Wege.

Sollte die ÖVP nicht wissen, wie man das öffentliche Interesse zukünftig von derartigen Affären ablenkt – einfach den Koalitionspartner fragen! Der hat ausgiebige Erfahrungen mit derartigen Einzelfällen.

Wolfgang Ambros gegen die FPÖ

FPOEWolfgang Ambros hat es geschafft, mit einem relativ kurzen Interview in der Süddeutschen Zeitung diese Woche die rechte Reichshälfte gegen sich aufzubringen, und zwar ordentlich! Hat er doch in diesem Interview eine gewisse Besorgnis ausgedrückt, was die österreichische Regierung in den nächsten Jahren noch so alles anstellen wird. Und gleichzeitig in der FPÖ jede Menge brauner Haufen geortet.

Der FPÖ Generalsekretär Christian Hafenecker hat sich derartig unsachliche Kritik selbstverständlich ausdrücklich verbeten. Allerdings ist es fraglich, ob der mit dem Wort “sachlich” überhaupt etwas anfangen kann. Schließlich hat Hafenecker in dem Rundumschlag, den er “Antwort” nennt, Ambros einen abgehalfterten Systemkünstler genannt, der seit Jahren vom Staat erhalten werden muß. Das fällt in der FPÖ also unter “sachlich”, offenbar genauso wie die Todesdrohungen, die Ambros von diversen Anhängern dieser neuen “Sachlichkeit” erhalten hat.

Wahrscheinlich deshalb hat Ambros das Angebot Hafeneckers zu einem Gespräch bei Gulasch und Bier auch abgelehnt – mit genug Paprika läßt sich vieles kaschieren. Davon abgesehen läßt die Reaktion der rechten Recken den Ambros eher kalt. Die Drohemails wurden weitergeleitet, sein Management hat den Systemkünstler Sager mit Fakten widerlegt, und seine Fans kaufen “Schifoan” im Netz wie verrückt, aus Solidarität. Bleibt also alles beim Alten.

Leider. Die ganze Geschichte zeigt nämlich wieder einmal sehr schön das Selbstverständnis der FPÖ: Groß im Austeilen auf jeder Ebene, gerne auch unter der Gürtellinie. Aber wehe die Partei wird von irgendjemandem in die Zange genommen! Mögen die Anschuldigungen auch noch so wahr und beweisbar sein, die FPÖ setzt sich ins Schmollwinkerl und mimt tief verletzt und unfair behandelt. Wenn sie sich gar nicht mehr zu helfen wissen, wird das Recht auf die Unversehrtheit der Parteigefühle auch eingeklagt.

Noch haben wir Meinungsfreiheit für alle in Österreich.
Noch haben wir eine freie Presse.
Noch.
Für ein “Wehret den Anfängen” ist es aber schon zu spät.
Wir sind wieder mittendrin…

Unerwünscht

FPOEDie Mauthausen Gedenkfeier steht an, und deren Organisationskommittee hat unsere Bundesregierung zu unerwünschten Personen erklärt. Entschuldigung, nicht die gesamte Regierung, sondern nur die Hälfte von der FPÖ, also Vizekanzler, Innenminister, Verkehrsminister etc. Seitdem gehen die Wogen hoch: Kann man eine Regierungpartei einfach so ausladen? Darf man Nazis zu einer KZ Gedenkfeier einladen? Des Kiebitzers Antworten auf beide Fragen: Aber natürlich!

Nur weil man die Berufsbezeichnung “Politiker” trägt, heißt das nicht, daß man überall dabeisein darf oder muß. Egal wie illuster die Veranstaltung, egal wie hochrangig die Position im Staat. Für die meisten Politiker sind derartige Veranstaltungen eh nur ein Mittel zum Zweck, ein Bad in der (hoffentlich richtigen) Menge, ein paar Einschleimpunkte bei den (eigenen) Wählern. Sich als Veranstalter aussuchen zu dürfen, wer eingeladen wird, ist nicht nur legitim, sondern wegen der Glaubwürdigkeit auch notwendig. Ein Herr Gabalier wird auf einer FeministInnenparty nicht wirklich gut ankommen.

Trotzdem denkt der Kiebitzer, daß es wichtig wäre, auch die andere Seite, wenn schon nicht hochoffiziell einzuladen, dann zumindest nicht aktiv auszusperren. Kein einziges KZ hat sich selbst gebaut, dafür waren Anhänger einer Ideologie verantwortlich, die heute noch nachlebt, und teilweise von den noch lebenden damaligen Tätern, hauptsächlich aber von deren (geistigen) Erben weiterverbreitet wird.

Und dort könnte man ansetzen: Nicht, indem man auf einzelne Leute zeigt, sondern auf die zugrundeliegende Ideologie und ihre Auswirkungen. Nirgendswo geht das besser als in Mauthausen, klare und deutliche Worte, mutig ausgesprochen, fänden keinen besseren Rahmen. Immer nur dem Chor zu predigen und sich schlußendlich wundern, warum sich außerhalb der eigenen Blase nichts tut, wird die Welt nicht ändern. Und irgendwelche Nazis schon gar nicht.

Gärtnernde Böcke

FPOEDaß die FPÖ mehr ist als die Summe ihrer bedauerlichen Einzelfälle und ein echtes Problem hat mit Alt- und Neonazis ist ja nichts Neues. Für Außenstehende zumindest nicht. Anscheinend ist es mittlerweile auch bis in die Partei selbst durchgedrungen, daß man sich diesbezüglich als Regierungspartei angreifbar macht, und man hat sich entschieden, Maßnahmen zu ergreifen:

Und die sehen so aus, daß man sich einfach ein Feigenblatt besorgt, das die braunen Stellen verdecken soll. Die FPÖ hat nämlich beschlossen, eine Kommision einzusetzen, die die NS Vergangenheit der Partei und ihrer Mitglieder aufarbeiten soll.

So weit, so gut. Blöd nur, daß sämtliche externen Experten für eine Mitarbeit nicht erreichbar waren, und die Kommission ausschließlich aus Leuten der FPÖ, die anscheinend teilweise sogar selber Burschenschafter waren/sind, besteht. Das Ergebnis so einer Kommission kann man sich vorstellen: Man wird ein paar (neue?) Einzelfälle, die man so gar nicht leugnen kann, ans Licht holen und den Rest weiter unter den Teppich kehren. Und ganz am Ende wird man begeistert sein ob der vollbrachten Tat und so weitermachen wie bisher, nun aber mit dem offiziellen Siegel des “Paßt schon so”.

Das ist so, wie wenn der Kiebitzer das Bad putzt: Er ist immer hochzufrieden mit dem Ergebnis – die bessere Hälfte sieht das komischerweise anders… Bleibt zu hoffen, daß die Sache wirklich völlig parteiintern erledigt werden wird. Weil daß für derartigen sinnlosen PR-Aktionismus auch noch Steuergelder verpulvert werden, sieht der Kiebitzer wirklich nicht ein. Und der zahlt nicht einmal Steuern in Österreich…

Zwei Reaktionszeiten

NiederösterreichDie Affäre um das früher nationalsozialistische, heute geschwärzte Liederbuch der Burschenschaft Germania hat zwei Höhepunkte erreicht:

  1. Udo Landbauer, Spitzenkandidat der FPÖ bei der Wahl in Niederösterreich, ist von allen politischen Ämtern zurückgetreten. Endlich. Nach 7 Tagen. Unter Aufatmen von Mikl-Leitner, van der Bellen und der linken Reichshälfte ganz allgemein. Unter Bedauern von Udo Landbauer selbst, der leider nicht so viel ausgehalten hat wie er von anderen fordert, und natürlich keine Ahnung von nichts hatte (und immer noch nicht hat) und nicht einmal singen kann er, der arme Kerl. Und natürlich unter großem Applaus der FPÖ, die Landbauer jetzt natürlich als Märtyrer für die Sache (die braune??) hochstilisiert und ihn natürlich als unschuldiges Opfer einer bösen Medienkampagne hinstellt. So wie die anderen bedauerlichen Einzelfälle halt. Und außerdem hält ihm die FPÖ die Tür für eine künftige Rückkehr in die Politik offen. So wie für die anderen bedauerlichen Einzelfälle halt.
  2. Nachdem bekannt wurde, daß ein ehemaliger SPÖ Funktionär das obige Liederbuch illustriert hat, wurde er aus der Partei ausgeschlossen. Innerhalb von 2 Tagen. Das ging so schnell, daß die bei derartigen Anlässen obligat Empörten mit dem nach Luft schnappen noch nicht fertig waren – den üblichen Redeschwall à la “Das geht doch nicht, da muß man doch…” haben die sich gleich sparen können.

Zwei Parteien.
Zwei braungescheckte Einzelfälle.
Zwei Reaktionszeiten.
Aber nur eine Regierungsbeteiligung.

Das wäre nicht das Problem, gäbe es nicht auch zwei völlig unterschiedliche Reaktionen…

Sommergespräch 2017 in Blau: HC Strache

FPOEIm dritten Sommergespräch dieses Jahres zeigte sich HC Strache wieder von seiner unaufgeregt-staatsmännischen Seite – und ohne Brille.

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Über die gegenwärtige (Sicherheits) Lage

Gar nix ist gut. Strache sieht in vielen Bereichen massive Fehlentwicklungen, insbesondere im Bereich von Parallel- und Gegengesellschaften (was ist das?). Daß die Zahl der Terrortoten seit 40 Jahren abgenommen hat, läßt ihn kalt; da würde man ja ordentlich Wähler verlieren, wenn man das akzeptieren würde. Daß man Freiheit und Bürgerrechte grundsätzlich schützen muß ist schon richtig, diese beziehen sich aber auch auf Leute mit anderem Glauben.

Über die Sozialpartnerschaft

Strache ist gegen die Pflichtmitgliedschaft bei den Sozialpartnern und möchte zumindest die Kammerumlagen halbieren. Ob dieses System heute noch zeitgemäß ist, darüber könnte man wirklich diskutieren; was die Wirtschaftskammer für die neuen Ein-Personen-Unternehmen so Gutes tut, ist wahrscheinlich vernachlässigbar. Interessant ist, daß Strache an jeder Ecke die direkte Demokratie lobt und ausbauen will, aber hier, wo sich Interessensvertretungen selber etwas ausmachen, sieht er die Regierung in der Pflicht. Weil sich die ganz bestimmt jedes Jahr hinsetzen und überlegen werden, wieviel Lohnerhöhung die Damen der Parlamentscafeteria bekommen sollen. Die Regierung tut sich ja schon bei den Pensionen schwer…

Über die FPÖ

Gefragt nach der Zielgruppe seiner Partei sagt Strache im wesentlichen, er möchte für alle da sein, und stellt Fairness, Freiheit, Fortschritt in den Raum. Da hört sich ja alles ganz nett an, aber wie er mit einem Wirtschaftsprogramm das freundlich zu Arbeitnehmern, Angestellten UND Unternehmern gleichzeitig sein will, die Quadratur des Kreises schafft, möchte der Kiebitzer auch erst sehen. Immerhin sagt er, daß ausschließlich die stimmenstärkste Kraft den Auftrag zur Regierungsbildung bekommen soll, was heißt, es gibt die Hoffnung, daß es einen Bundeskanzler Strache (oder Hofer) noch länger nicht geben wird. Gut zu wissen auch, daß er meint, Dirty Campaigning Situationen haben in der politischen Auseinandersetzung nichts verloren. Wie weit HC Strache diesen Begriff dehnt und anwendet, werden wir sicher in den nächsten Wochen beobachten können, wahrscheinlich wird es ihm (wieder) leichter fallen, dies bei anderen Parteien zu erkennen als bei der eigenen.

Über Frauenpolitik

In der FPÖ machen Männer Frauenpolitik. Und basta. Ein Reißverschlußsystem wie in anderen Pareien längst Usus, sieht Strache als Ausschaltung der Demokratie. Wenn lauter Männer um die 40 nur andere Männer um die 40 wählen (können), ist das zwar sehr demokratisch, fair ist es aber nicht. Da muß man dann halt abwägen, was man sich weiter oben auf die Fahnen heftet, die FPÖ hat das offensichtlich getan. Naja, so viele weibliche Wähler haben die eh nicht.

Über Integration

Das war das einzige Thema, wo HC den kühlen Kopf verloren und sich orgentlich warmgeredet hat. Er sieht zwar die Ansätze dieser Regierung durch die Bank negativ, wirklich konkrete Lösungen hat er aber keine anzubieten. Nicht einmal die Frage, was denn die österreichische Leitkultur so sein soll, hat er beantwortet; aber wenn man aus Sätzen die so gefallen sind schließen kann, hat die irgendetwas mit Deutsch, dem Kreuz, dem Nikolaus und Schweinefleisch zu tun. Zu guter letzt ist er dann noch auf jene 20.000 Scheinstaatsbürger aus der Türkei (wie meinen?) gekommen, die er in Österreich vermutet, und daß das natürlich die Schuld der Regierung ist. Daß man die Abwesenheit von etwas nicht beweisen kann, hat ihm offensichtlich noch keiner erklärt. Weil wenn das so leicht ist, lieber Herr Strache, dann beweisen Sie doch dem Kiebitzer, daß Sie selber ausschließlich österreichischer Staatsbürger sind…

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Fazit:

HC Strache hat sich – zumindest für 50 MInuten – als seriöser Spitzenpolitiker inszeniert und hat ein unglaublich fades Gespräch geliefert. Er hat kaum konkrete Antworten oder Vorschläge, geschweige denn Lösungen präsentiert, und den Unterschied zwischen Pension/Arbeitslose und Mindestsicherung hat ihm auch noch keiner beibringen können. Und wenn es ganz besonders unangenehm zu werden drohte, hat er sich in Whataboutisms geflüchtet (Stichwort Hübner sowie Integration, wo er auf einmal über Illegale reden wollte). Tarek Leitner hat Strache in diesen Momenten aber meisterhaft wieder zurück auf Schiene gebracht, Gratulation! Ganz zum Schluß war aber erkennbar, daß Leitner jetzt doch zuviel hatte, was ihn wahrscheinlich zu dieser Aussage hingerissen hat: Aber wenn Sie das für Ihre Begriffe kommuniziert haben, dann ist es auch gut…

Naivitäten

FPOEHC Strache ist auch am Wahlbahnhof angekommen und sucht sich ein nettes Platzerl im Zug: Vor ein paar Tagen hat er verkündet, daß die Bedingung für eine Koalition mit der FPÖ ist, daß er selbst einen Regierungsposten bekommt.

Herzig. Hat irgendjemand ernsthaft geglaubt, daß der es ohne machen würde? So naiv sind weder Kern noch Kurz, daß die glauben, man könnte den HC an der ausgestreckten Koalitionshand verhungern lassen. Aber was tut man nicht alles, um in der Zeitung zu stehen…

Nur so nebenbei:
Seit wann hat denn der HC eine Brille? Und was will er bezwecken indem er sich das grauenhafteste Modell Österreichs aufsetzt? Mitleid erregen? Der Kiebitzer ist ja kein großer Ästhet, aber sogar bei den billigsten Krankenkassenfassungen hätte man sicher etwas optisch Ansprechenderes finden können.

 

Baba und…

FPOEDer BZÖ Werbebroschürenprozeß ist ausgestanden: Alle vier Angeklagten wurden verurteilt, zu Geld- aber auch zu Haftstrafen. Gut so! Der Staat ist kein Selbstbedienungsladen, auch nicht für Parteien. Wird Zeit, daß das auch die rechte Reichshälfte und deren kleinen Männer endlich mitbekommt.

Im Zuge dieses Prozesses ist man draufgekommen, daß bei der Vergabe diverser Bauvorhaben auch nicht alles 100% sauber abgelaufen sein soll – und siehe da, es geschehen noch Zeichen und Wunder: Ex BZÖ und jetzt wieder FPÖ Funktionär Dörfler ist zurückgetreten! Natürlich nicht weil er sich für irgendetwas schuldig fühlt (so weit gehen die Wunder doch noch nicht), sondern um für seinen Ruf zu kämpfen.

Und wie macht man das am Besten? Indem man sich hinstellt und auf unbedarftes Hascherl macht, das, völlig überfordert, zwischen Recht und Unrecht nicht unterscheiden konnte. Schade, daß es im BZÖ damals keine Lichtgestalten gegeben hat, die man um Rat hätte fragen können…

So bleibt einem nur die Erkenntnis daß, auch wenn es immer noch nicht strafbar ist ein Vollidiot zu sein, Unwissenheit nicht vor Strafe schützt. Vielleicht hilfts ja beim nächsten Mal…

Eidesstattliche Erklärungen

FPOEVerfassungsrichter Johannes Schnizer hat ein Interview gegeben, in dem er die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes bezüglich der Anfechtung der Stichwahl erläutert. Unter anderem tut er darin seine Einschätzung kund, daß die Wahlanfechtung bereits vor dem Ergebnis der Stichwahl vorbereitet wurde – ein Umstand, der sich beispielsweise aus der Länge und dem Detailreichtum des Einspruchs ableiten ließe. Ganz ehrlich, Schnizer ist da nicht der einzige, der derartiges vermutet hat…

Natürlich sind diese Leute nicht bei der FPÖ zu finden, ganz im Gegenteil. Anwalt Böhmdorfer verbittet sich derartige “Verschwörungstheorien” – wahrscheinlich weil sie nicht aus dem eigenen Lager stammen – und kontert in gewohnt wehleidiger Manier mit Schreiben an den Präsidenten des Verfassungsgerichtshofes daß er seinen Richter doch bitte zurückpfeifen möge, mit angedrohten Briefchen des Medienanwalts an Schnizer etc.

Das beste ist aber eindeutig die eidesstattliche Erklärung Böhmdorfers und eines zweiten Anwaltes seiner Kanzlei, daß ihnen derartig verfrühte Vorbereitungen zur Wahlanfechtung nicht bekannt waren und daß er von der Anfechtung erst geraume Zeit nach der Stichwahl informiert worden wäre.

Das mag jetzt durchaus so sein. Allerdings weiß man auch spätestens seit der Wahlanfechtung was man von Zetteln mit blauen Unterschriften so halten kann…

Neue Verschiebungen

DBundespraesidentie Schnitzeljagd der heurigen Bundespräsidentenwahl ist um eine Station reicher bzw. länger: Am 4. Dezember wird gewählt. Schon wieder. Dann aber richtig, ordentlich und endgültig. Hoffentlich.

Grund dafür sind schadhafte Briefwahlkuverts, deren Seitenverklebung nicht einmal die paar Wochen bis zur Wahl durchhält. Jetzt werden natürlich hochnotpeinliche Untersuchungen angestellt um herauszufinden wer für die Panne verantwortlich ist. Das ist dem Kiebitzer vergleichsweise wurscht, Hauptsache es wird sichergestellt, daß seine Stimme ohne Probleme in Österreich ankommt und ordnungsgemäß gezählt wird. Wenn das eine Wahlverschiebung um rund 2 Monate bedeutet, dann ist das halt so. Sicher ist das peinlich, aber das ist auszuhalten. Nicht auszuhalten ist, wie sich die FPÖ ob der Affäre geriert, allen voran natürlich HC Strache.

Selbstverständlich ist es legitim zu fragen ob eine Verschiebung nötig ist, ob es nicht ausreicht die Wahlkartenkuverts einfach nachzudrucken. Bequemerweise vergißt der gute HC dabei auf die Auslandsösterreicher, wahrscheinlich weil die i.a. eh nicht seine Wählerschaft sind. Österreichische Post für den Kiebitzer beispielsweise ist bis zu 10 Tage unterwegs, dann das ganze nocheinmal retour, dann sind wir schon bei 3 Wochen reiner Wegzeit. Dazu kommt, daß die kleine Kiebitzersche Heimatgemeinde die Wahlkarten kaum 4 Wochen vor der Wahl erst selbst erhält, was heißt, daß der Kiebitzer schon mehrfach 15 EUR in EMS Versand investieren durfte, um sein Wahlrecht auch ganz sicher auszuüben. Wann sich da ein Nachdruck der Kuverts hätte ausgehen sollen, so daß der Kiebitzer immer noch wählen kann, weiß auch nur der HC.

Aber gut, wenn es nach ihm geht, wird die Briefwahl eh abgeschafft. Begründet wird das damit, daß das Wahlgeheimnis nicht gewährleistet ist, was ein seltener Blödsinn ist wenn man weiß, wie eine Wahl mit den alten Wahlkarten abgelaufen ist. Vielleicht schreibt der Kiebitzer ja dazu einen Erfahrungsbericht… Alles in allem ist die Briefwahl eine große Vereinfachung und Erleichterung was das Wählen – insbesondere für Auslandsösterreicher – betrifft. Im Endeffekt sind das aber auch nur Feinheiten. Wenn der Kiebitzer vom Staat statt der Wahlunterlagen einen Wahlurlaub in der Heimat gesponsert bekommt, ist ihm das auch recht.

Für die frechste Meldung der ganzen Geschichte ist aber Norbert Hofer verantwortlich. Tönt er doch lautstark, daß er die nächste Wahl nicht mehr anfechten würde. Das ist jetzt zwar lieb von ihm, aber völlig irrelevant, weil ER die Wahl ohnehin nicht anfechten kann. (Das wäre so, als würde der führerscheinlose Kiebitzer versichern, daß er eh nicht angsoffen mit dem Auto fahren wird.)

Die Wahl anfechten kann einzig und allein der Zustellbevollmächtigte – und das ist HC Strache, der praktischerweise nichts versprochen hat. Und selbst wenn er das täte: Was man auf dessen Versprechen geben kann, sollte jedem mit einem funktionierenden Langzeitgedächtnis klar sein. Hoffentlich sind die im Dezember die Mehrheit.

Sommergespräch 2016 in Blau: H. C. Strache

FPOEDas vierte Sommergespräch dieses Jahres wurde mit H.C. Strache abgehalten, der sich in der ersten Halbzeit ganz zurückhaltend staatsmännisch gezeigt hat, wohl um Norbert Hofer nicht zu schaden. In der zweiten Halbzeit hat er dann mehr Gas gegeben, und konnte sogar ein typisches FPÖ Taferl anbringen. Obwohl sich Strache verdammt gut gewunden hat, wurde er von der Moderatorin ziemlich gut festgenagelt, was den Inhalten im Vergleich zur Woche davor sehr zuträglich war.

  • Was tun Sie als Kanzler gegen die Rekordarbeitslosigkeit?

Zum Auftakt des Interviews kamen jede Menge hohle Phrasen die wir alle schon kennen: Ankurbelung der Wirtschaft, Arbeitsmarktoffensive, Arbeitsplatzschaffung, aber konkret ist H.C. Strache da nicht geworden. Natürlich kann man immer irgend eine Abgabenquote senken, solange man die nicht gegenfinanzieren muß… Oh, dazu meint er man könne ja in der Verwaltung sparen; offensichtlich werden gerade tausende Beamte irgendwo pensioniert, die man nicht nachbesetzen muß.

  • Digitalisierung betrifft jeden 8. Arbeitsplatz in Österreich

Dazu hat Strache so wenig zu sagen als hörte er das Wort zum ersten Mal. Im Gegenzug könnte Strache dem Kiebitzer vielleicht erklären was es genau heißt, daß es so viele innovative Zukunftsarbeitsmöglichkeiten gäbe auf die man nur innovativ reagieren müßte? Gut, wir brauchen durchaus weiterhin Facharbeiter, aber auch das Berufsbild von Tischlern und Schlossern wird sich durch den zunehmenden Einsatz von Robotern drastisch ändern. Interessant auch, daß er besagte Tischler mit Maschinenbauern und Pflegepersonal in einen Topf wirft, wo doch diese Berufsfelder völlig andere (akademische) Ausbildungswege bedeuten…

  • Arbeitslose über 50

Strache erkennt richtig, daß es hier auch gut ausgebildete Menschen gibt die den Betrieben zu teuer wurden. Wie eine staatliche Jobinitiative diesbezüglich aussehen könnte, bleibt er aber schuldig. Und was die älteren Arbeitslosen mit Freiwilligen auf Betriebsfesten zu tun haben ist dem Kiebitzer auch nicht ganz klar.

  • Persönlichkeiten für das blaue Regierungsteam

Da fielen lauter Namen, die man aus irgendwelchen Bundesländerregierungen kennt und ein paar völlig Unbekannte. Fairerweise muß man aber sagen, daß man mit Leuten in der 3. und 4. Reihe der Regierungsparteien genauso wenig auf Du und Du ist, aber dort kann man sich immerhin sicher sein, daß es soviele Reihen gibt. Es ist zwar ganz okay einen totalen Nobody als Gemeinderat einzusetzen, aber als Minister sollte man da schon jemanden mit mehr Erfahrung haben.

  • Ein doppelter Farage zum Öxit

“Wir haben NIE den Austritt aus der Europäischen Union verlangt.”
Einspielung eines Interviews mit Vilimsky aus 2015.
“ICH SELBST habe den Austritt nie gefordert.”

  • Über das letzes Jahr angekündigte, aber bislang nicht durchgeführte Volksbegehren zur Asyl- und Integrationspolitik

Es sei nichts passiert weil “wir ein Verfechter sind der direkten Demokratie im Verfassungsrang” und ein Volksbegehren rechtlich nicht bindend wäre. Das wäre so als würde man ein hinteres Radlager nicht austauschen weil man eh vorne schon mit dem Reservereifen fährt oder so. Aber gut, Hauptsache stänkern und im Notfall nicht mehr auffindbar sein; der Wähler hat eh ein kurzes Gedächtnis.

  • Das muß ich so hinnehmen, daß Sie dieses Zitat von mir so zitiert haben.

HEHE! Was man mit Zitaten nicht so alles machen kann…

  • Der Politiker der Angst vor dem Volk, dem Souverän, und seiner Entscheidung hat, der ist in der Politik falsch, der hat offenbar auch Politik falsch verstanden.

Grundsätzlich richtig. Die Anfechtung der Bundespräsidentenwahl hatte auch nichts mit Angst zu tun, nur mit Ehre. Oder so.

  • Über den wachsenden Zuspruch der FPÖ

“… wir gehen seit über 11 Jahren einen ehrlichen aufrichtigen anständigen konsequenten politischen Weg wo man sich verlassen kann, wo wir nicht die Meinungen wechseln je nach Bedarf und Bedürfnis…” Die beiden Male wo Frau Schnabl ihm hier und heute das Gegenteil bewiesen hat, ausgenommen. Und dann noch “ehrlich aufrichtig anständig” – warum erinnert das den Kiebitzer an die einzige wahre echt demokratische Republik Nordkorea?

  • Zum Thema möglicher Koalitionspartner

Ich lebe da immer eine sehr bewußte realpolitische Äquidistanz. Naja, wenn man von allen Seiten gleich beschossen wird, ist das noch der sicherste Platz.

TOP Meldung:
(Auf die Bemerkung daß eine Volksabstimmung über den Türkeibeitritt auch im Regierungsprogramm steht)

  • Da ist viel drinnengestanden…

NO-NA-NET Meldungen:
(Kleinigkeiten ausgetauscht, und es könnte von jedem kommen.)

  • Mehr Arbeitsplätze bedeuten auf Dauer weniger Arbeitslosigkeit und auch weniger Kosten für den Staat.
  • Was wir am wenigsten brauchen sind neue Steuern.
  • Wir brauchen Facharbeiter.
  • Wir haben eine Situation in der Türkei.
  • Wir haben schon viel erreicht, sind aber noch lange nicht am Ziel.

FLOP Meldung:

  • Es kann ja nicht sein, daß die Mindestsicherung für Menschen die ein Leben lang gearbeitet haben die gleiche ist wie für Asylberechtigte.

Da hat er nicht gut genug recherchiert unser H.C.. Schließlich ist die Mindestsicherung eine Sozialleistung die jedem zusteht; Leute die ein Leben lang gearbeitet haben bekommen außerdem Pension oder Arbeitslosengeld, was eine Versicherungsleistung ist.

FAZIT:

H.C. Strache hat viel heiße Luft von sich gegeben in der er die Regierung angegriffen hat, aber keinerlei konkreten Lösungen gebracht wie man es anders machen könnte. Steuersenkungen hören sich zwar gut an, sind aber nicht das Gelbe vom Ei, soviele Beamte kann man gar nicht entlassen, entschuldigung: nicht nachbesetzen. Als er zweimal mehr oder weniger der Lüge bezichtigt wurde (EU Austritt und unterlassenes Volksbegehren) hat ihn das relativ wenig gestört, weil es nur dann böse ist seine Meinung zu ändern oder Versprechen nicht zu halten wenn das die anderen tun.

Der Kiebitzer hätte sich bei gewissen Sachen durchaus ein etwas härteres Eingreifen der Frau Schnabl erhofft (siehe Flopmeldung) aber zugegebenermaßen hätte man Strache damit wohl noch mehr in die Märtyrerecke gedrückt. Alles in allem nicht schlecht gemacht, besonders das Ausmaß der Selbstbeherrschung hätte der Kiebitzer nie aufgebracht, er hat ein paar Mal schon ordentlich lachen müssen…

Diskriminierung in Kärnten

FPOEIn Kärnten gibt es zweisprachige Schulen in denen der Unterricht auf Deutsch und Slowenisch erfolgt. Das soetwas im Bundesland der Ortstafelversetzer überhaupt möglich ist, grenzt an ein Wunder, aber das ist eine andere Baustelle, die der Kiebitzer hier nicht wieder aufgraben möchte.

Auf alle Fälle sind jetzt an sechs dieser Schulen die Direktorenposten neu zu besetzen und die Ausschreibung besagt, daß zweisprachige Bewerber bevorzugt würden, was durchaus sinnvoll scheint. Aber, Herr Lobnig, stellvertretender Vorsitzender der Kärntner FPÖ, sieht das anders und steigt auf die Barrikaden. Von denen ruft er lautstark, daß es nicht anginge, daß einsprachige Bewerber diskriminiert würden. Die FPÖ Vizepräsidentin des Kärntner Landesschulrates setzt gleich nach mit der Bemerkung, daß zu einem modernen Führungsstil viel mehr als bloß Fremdsprachenkenntnisse gehören.

Der Kiebitzer pflichtet ihr da grundsätzlich bei, aber rein interessehalber würde er die Ausschreibung schon gerne sehen. Weil so wie die Heimatpartei das hinstellt, hört es sich an als hätten sie Angst, daß irgendein Straßenkehrer aus Klagenfurt das berufliche Upgrade seines Lebens bekommt, nur weil er in zwei Sprachen radebrechen kann anstatt in einer. Wenn man der FPÖ so zuhört ist die Ausschreibung offensichtlich ein Zweizeiler:

Zweisprachige BewerberInnen (Slowenisch, Deutsch) gesucht für leichte Bürotätigkeiten.
5 Tage Woche, ausschließlich vormittags, großzügige Urlaubsregelung.

Anscheinend ist weiter keine Rede von gewünschter Ausbildung, Erfahrung, Zusatzqualifikationen etc. wie das sonst üblich ist. Aber gut, wer weiß schon wie man in Kärnten an einen ordentlichen Job kommt.  Und vielleicht schließen die beiden obgenannten nur von sich auf andere, das soll schon einmal vorkommen.

Egal, das Beste hat sich der Kiebitzer für den Schluß aufgehoben. Der erwähnte Herr Lobnig sieht in der gegenwärtigen Ausschreibung nicht nur eine Diskriminierung, sondern auch eine “grobe Verletzung der Menschenrechte“.

Gut zu wissen. Was das heißen soll? Alles auf nach Kärnten – wo es ein Menschenrecht darstellt einen Job zu bekommen für den man nicht qualifiziert ist! Bleibt zu hoffen, daß die arme FPÖ mit dem Zuwandereransturm auch fertig wird…

Von Vorne

BundespraesidentWie heißt es so schön: Nach der Wahl ist Vor der Wahl, und selten war es so offensichtlich wie dieses Mal: Die Wahl zum Bundespräsidenten muß wiederholt werden. Immerhin nur die Stichwahl zwischen van der Bellen und Hofer, aber trotzdem. Diese Wiederholung, angesetzt für den 2. Oktober 2016, wird uns ca. 13 Millionen Euro kosten – und da sind die Kosten für die wochenlangen Arbeiten des Verfassungsgerichtshofes nicht mitgerechnet.

Man kann jetzt natürlich der Meinung sein, daß uns die Aufrechterhaltung und Sicherung unserer Demokratie das wert sein muß. Dem stimmt der Kiebitzer sogar zu. Das Problem ist nur: Es geht hier nicht um Demokratie oder um Gerechtigkeit oder ähnliches. Das einzige worum es hier geht ist das Ego des H.C. Strache. Und die Tatsache, daß der sich jetzt öffentlich einen runterholen kann ist keine 13 Millionen wert. Schön, daß der Kiebitzer in Österreich keine Steuern zahlt, die dafür hinausgeschmissen werden könnten…

Zur Geschichte als solcher geht der Kiebitzer folgende Wetten ein; falls jemand dagegenhalten möchte, bitte ein Kommentar schreiben!

  1. Hätte Hofer gewonnen, mit der gleichen Marge oder auch nur mit 2 Stimmen, hätte H.C. Strache die Wahl nie angefochten. Da wäre dann von eindeutigen Mehrheiten die Rede gewesen und von zu respektierendem Wählerwillen und lauter so Sachen. Schließlich wurde der erste Wahlgang auch nicht angefochten, und man kann durchaus davon ausgehen, daß da genau die gleichen Schlampereien bei der Auszählung der Briefwahlstimmen passiert sind – und auch dort mit Wissen und offensichtlicher Duldung der FPÖ Beisitzer.
  2. Die FPÖ hat keinerlei Beweise für Wahlmanipulationen. Schlampereien und Unzulänglichkeiten sind passiert – das hat der Verfassungsgerichtshof auch bestätigt – aber keine Wahlmanipulation. Und es ist völlig egal wie oft H.C. Strache das Wort in den Mund nimmt, es wird kein bisserl wahrer. Man darf nämlich nicht vergessen, daß die FPÖ die Partei mit den Taferln ist. Und wenn sie handfeste Beweise hätte, dann wäre jedes Platzerl in Österreich das größer ist als eine Briefmarke bereits mit solchen Taferln zugepflastert.

Davon abgesehen hat die Wahlanfechtung den Kiebitzer bestens unterhalten. Die Zeugenbefragungen vor dem Gericht waren absolut brilliant: Von den lustigen Beisitzern, die Brotzeit im Nebenraum gemacht haben – natürlich mit offener Tür – bis sie dann am Abend völlig fix und foxi waren; bis hin zum etwas überforderten FPÖ Anwalt, der ernsthaft verlangt, daß alle Wahlkarten auf einem – einem einzigen!! – Stapel abzulegen sind, auch wenn man dazu Leitern braucht oder mehrere Stockwerke; kurz, die Sache war durchgehend Kabarettpreisverdächtig.

Weniger lustig waren da die Deppen, die mit ihren Unterschriften Dinge bestätigt haben, die sie weder gelesen, geschweige denn beobachtet hatten. Aber wenn’s der Chef so sagt… Die haben wahrscheinlich ihre Eier nur zum Zweck, daß die Hose besser paßt, für ein das unterschreibe ich nicht hat es nicht gereicht. Da lieber danach jammern daß man schließlich für nix was kann.

Naja, genug davon. Der Kiebitzer hat sich genug geärgert und den Kopf genug geschüttelt über die Dummheiten gewisser Leute. Jetzt geht’s um den 2. Oktober. Wir haben zweieinhalb Monate Zeit. Daß der Wahlkampf schmutzig wird, davon kann man ausgehen, leider. Allerdings: es geht nicht um die eigene Stimme, es geht darum die anderen zu überzeugen. Falls nur jeder 4. van der Bellen Wähler einen Hofer Wähler quasi umpolt, dann haben wir ein eindeutiges und unanfechtbares Ergebnis. Und das ist genau was Österreich dringend braucht: Einen schönen, festen Tritt in den Allerwertesten als Wahlgeschenk für H.C. Strache.

Österreichische Angelegenheiten

FPOESeit dem 1. Wahlgang zum nächsten Bundespräsidenten schwimmt die FPÖ auf der größten Präpotenzwelle ihres Bestehes seit dem Einzug in die Bundesregierung im Jahr 2000. Und ganz oben surft H. C. Strache mit einem Gesichtsausdruck als hätte er seit drei Wochen einen Dauerorgasmus.

Der Rest Europas findet den Ausgang der Wahl nicht ganz so super. Außer ein paar Glückwunschtelegrammen von den üblichen Verdächtigen – Le Pen, Wilders und Konsorten – gibt es eher schockierte Rückmeldungen, die sogar bis hin zu Wahlempfehlungen für die Stichwahl reichen.

Das hat im Gegenzug den Herrn Strache nicht sehr glücklich gemacht, und er hat sich jegliche Einmischung in innerösterreichische Angelegenheiten streng verbeten. Gut, man kann jetzt schon davon ausgehen, daß ihn eine Wahlempfehlung für Norbert Hofer – egal woher – nicht weiter gestört hätte, aber grundsätzlich hat er durchaus recht: Wen die Österreicher wählen, ist immer noch eine Angelegenheit der Österreicher – schließlich müssen wir das dann auch ausbaden. Kommentar zu und Kritik an Zuständen, Ideologien und Menschen – ja, auch Staatsoberhäuptern – ist in Ordnung, eine darüber hinausgehende Einmischung in die Innenpolitik einen anderen souveränen Staates ist es nicht.

Nachdem H. C. das so lautstark verkündet hat, vielleicht fällt es ihm in Zukunft dann ja leichter, diesbezüglich selber Zurückhaltung zu üben. Stichwort: Südtirol. Stellt sich der Mann doch glatt hin und fordert (!) ein Referendum zur Wiedervereinigung Tirols (wie übrigens schon 2007).

Vielleicht könnte man dem Herrn ja ausrichten, daß sich in den letzten neun Jahren nichts geändert hat: Südtirol ist nach wie vor eine (autonome) Region des souveränen Staates Italien. Und selbst wenn es in Südtirol irgendwelche Separations- und/oder Wiedervereinigungsbestrebungen geben sollte – was nicht der Fall ist – dann hat ein österreichischer Politiker diesbezüglich nichts zu fordern. Weil was für innerösterreichische Angelegenheiten gilt muß auch für die inneritalienischen gelten.

Dem Kiebitzer ist jetzt schon klar, daß das für den Herrn Strache schwierig ist, schließlich lebt der ja nach dem Motto: Wasser predigen und Wein saufen. Das ist besonders offensichtlich wenn man sich anschaut wie gerne und großartig der Herr austeilt, und wie zimperlich er sich anstellt wenn jemand mit gleichem Enthusiasmus und Vokabular zurückschlägt. Oder schlimmer noch: mit Humor und Satire, die kapiert er nämlich so gar nicht. Da ist eine langerprobte “Heim ins Reich” Ideologie schon viel einfacher zu verstehen…

Akute Spaßbefreiung

FPOEWenn man nicht ordentlich aufpaßt heutzutage dann kann es schon sein, daß irgendjemand auf die Idee kommt, einem die Namensdomain wegzuschnappen und dann dort Unfug zu treiben. Passiert ständig, vor allem Berühmtheiten, und als solche muß man da ganz locker bleiben, frei nach dem Motto daß schlechte Nachrichten einen schließlich auch ins Fernsehen bringen.

Bis zu HC Strache hat sich das noch nicht durchgesprochen, naja, vielleicht ist der auch keine Berühmtheit… Folgendes ist geschehen:

Es hat sich ein junger Herr aus Tirol die webadresse hc-strache.at gekauft – ganz legal – um dort – ebenso legal – einen Webshop aufzuziehen. Es stellt sich natürlich die Frage, ob der online Verkauf von Kopftüchern heutzutage wirklich so eine großartige Geschäftsidee ist, aber wenn jemand unbedingt sein eigenes Geld in den Sand setzen möchte, dann soll er das auch tun, ist immer noch legal.

Und das ist auch glatt passiert – nicht weil das Geschäft so schnell den Bach hinunter ist, sondern weil HC Strache davon Wind bekommen hat und – in einem akuten Anfall absoluter Spaßbefreiung – den Mann einfach geklagt hat, anscheinend ohne vorher eine außergerichtliche Einigung zu versuchen. Der Vergleich den das Gericht angeordnet hat kann den Spaßvogel bis zu 6.000 EUR kosten, eine teure Satire.

Und warum das Ganze? Weil sich HC Strache beleidigt fühlte. Nochmal zur Erläuterung: Durch einen Kopftuchversand. Ernsthafte Frage: Wie unterentwickelt müssen da gewisse Körperteile sein, daß man diesen Scherz nicht als solchen erkennt und mit Brachialgewalt sein Territorium verteidigt? Und so jemand möchte Bundeskanzler werden. Echt jetzt? Das hält der doch keine 2 Wochen durch ohne eine Generalzensur auszurufen. Gut, damit wäre er in Europa momentan nicht alleine, da würde er perfekt dazupassen in die Reihe von großen Männern mit kurzen Zündschnüren: Erdogan, Orban, Heinz Christian…

Fairerweise muß man aber auch sagen, daß Herr Prieth einen Fehler gemacht hat. Hätte er auf der Seite statt Kopftüchern andere Machwerke abgesondert, beispielsweise KZ-Häftlinge mit Landplagen gleichgesetzt oder eine original HC Strache Facebook Zitatensammlung zusammengestellt, wäre gar nichts passiert. HC Strache hätte ihm auf die Schulter geklopft und der Richter ihm bestenfalls auf die Finger. So gehört sich das!

Übrigens: Die Domain steht angeblich zum Verkauf. Vielleicht möchte ja jemand anders sein Glück versuchen?

Altmodisch

FPOEDa hat die FPÖ ja überraschend schnell reagiert und Susanne Winter ob ihres anti-zionistischen Gedankengutes aus der Partei geworfen. Im Nationalrat wird sie bis auf weiteres verbleiben, frei nach dem Motto: “Was man hat, hat man”, besonders wenn das was man hat im Monat knapp 9.000 EURO sind…

Aber, nicht zu früh gefreut: Der Anschein, daß sich die FPÖ mit einem Abrücken von Winter und Konsorten weiter in Richtung politische Mitte bewegt, trügt gewaltig. H.C. und seine Berater sind schließlich nicht völlig von gestern; die kennen die diversen Verbotsparagraphen in- und auswendig, genauso wie die richtige Art und Weise diesen gerade weit genug auszuweichen. Abgesehen davon sind die paar Juden die in Österreich verblieben sind, als Feindbild ohnehin untauglich. Der Kiebitzer beispielsweise kennt keinen einzigen, und was man nicht (als Feind) erkennt, kann man nicht bekämpfen.

In Wirklichkeit ist die FPÖ genauso rechts wie eh und je. Was vor 80, 90 Jahren das Judentum und die Kippa waren, sind heutzutage halt der Islam und der Hijab. Die Inhalte sind gleichgeblieben, nur die Verpackung ist anders, und die ganzen Flüchtlinge die an Österreichs Grenzen stehen, lassen sich hervorragend als praktische, weil augenfällige Feindbilder brandmarken.

Daraus folgt, daß das einzige Problem, das die FPÖ mit Frau Winter hat, die Tatsache ist, daß sie den Übergang zum neuen Feindbild nicht mitbekommen hat. Hätten auch ihre neuesten Kommentare auf Muslime abgezielt, hätte das den H.C. nicht im mindesten gestört. Aber so kann er sich den Schafspelz umhängen und behaupten, er und “seine” FPÖ hätten mit den ewig Gestrigen nichts (mehr) am Hut. Und Frau Winter, die ihre altmodischen Ansichten (noch) nicht neu eingekleidet hat, wurde halt das Bauernopfer, um die Partei besser dastehen zu lassen.

Blaue Peinlichkeiten

FPOEAls Auslandsösterreicher sieht man ja vieles, was die Heimat zutiefst bewegt, was aber trotzdem spurlos an einem vorübergeht. Manchmal ist das auch ganz gut so. Beispielsweise hat der Kiebitzer bis dato nichts von den Wahl-Rap Videos der FPÖ mitbekommen. Dank (?) einer Bekannten ist jetzt aber auch er voll im Bilde und wünscht sich seit dem eine gezielt-partielle Amnesie… Nachdem das leider nicht so leicht herbeizuführen ist, kann man ja gleich kapitulieren und damit vielleicht ein paar anderen Leuten derartige mediale Tiefschläge ersparen.

Obwohl, wenn man sich das Video so anschaut, kann man durchaus auf das Beste hoffen: Offenbar gab es nicht genügend brennende FPÖ Anhänger, die willens gewesen wären für die neueste Propagandaausgabe ihr Gesicht in die Kamera zu halten. Also mußten es eine Handvoll zufälliger Leute sein, die gerade nichts Besseres zu tun hatten. Die durften dann, in blau-weiße “FC HC” Tshirts gesteckt, enthusiastische Fans mimen, was großteils mißlungen ist. Das ist H.C. Strache, dem Hauptdarsteller (auch nicht sonderlich begabt, übrigens) sichtlich nicht aufgefallen; er sonnt sich mit selbstgefälliger Miene im fahlen Licht und träumt offensichtlich von seiner Zukunft als großer Führer. Der einzige, dem man vorwerfen könnte voll bei der Sache zu sein, war der Rapper des Wahlliedchens, aber gut, der hat wahrscheinlich am meisten daran verdient und fühlte sich verpflichtet.

So weit zur Optik. Wenn man sich dann noch den Text anhört, kann man nicht umhin, dem Schreiberling gewisse geistige Ausfallserscheinungen zu attestieren. Alternativ hatte der gerade seinen zynischen Tag. Was sonst könnte es bedeuten H.C. kannst vertrauen? Ja eh, man kann ihm vertrauen die roten Seilschaften mit einer blauen Freunderlwirtschaft zu ersetzen und schon alleine damit den Karren Österreich mit noch höherer Geschwindigkeit als jetzt an die Wand zu fahren. Aber, wir stehen auf H.C., weil der hat an Schmäh, was bekanntlich die einzige Qualifikation ist die man als Politiker so braucht, abgesehen davon daß man wissen muß daß bei dem spielts die Lust – ähh … was?

Weiter im Text, wo der Mann höchstpersönlich Fragen wie zum Beispiel wo nehmen wir bloß die ganze Hackn her mit überheblichem Lächeln nicht beantwortet, weil sogar wenn man die Jobs gibts erst moi für die Wiener so stehen lassen könnte, H.C. nicht darauf eingeht, wie und wer diese Jobs dann von wo genau herbeizaubern wird. Auch das Versprechen an die Senioren als Dankeschön für den Aufbau Österreichs auf die Rent’n hiaz a g’scheit wos draufg’haut zu bekommen ist ein bißchen hohl weil die Quellen dieses neuen Geldsegens noch nicht erschlossen wurden.

Zuguterletzt gibt es noch die Standard FPÖ Kost, daß man ja eh nix gegen Menschen in Not hat und denen liebend gerne Schutz vor Krieg und Tod angedeihen läßt, soferne die halt nicht zufällig zu den 80% Scheinasylanten gehören. Nicht erwähnt, obwohl interessant zu wissen wäre was denn eigentlich ein Scheinasylant ist? Jemand der, obwohl er es gar nicht nötig hat, aus seinem Land flieht, rein aus Lust an der Freud’ und dann in Österreich nach langer beschwerlicher Reise zum Schein um Asyl ansucht, weil er gerade nichts besseres zu tun hat? Na, offensichtlich kennt sich H.C. damit ja aus und hat diese Daten selber erhoben, weil er der einzige ist, der davon redet.

Alles in allem, eine Peinlichkeit nach der anderen, aneinandergereiht zu 4:40 optisch/akustischer Vergewaltigung. Das nächste Mal wird der Kiebitzer einen großen Bogen um derartige Machwerke machen, gibt eh genug Katzenvideos auf youtube…

Oh Moment, bei einer Sache muß er dem H.C. allerdings schon zustimmen: Wir gehn alle zur Wahl – beend’ ma die Qual! Ja bitte, auch vom Kiebitzer den Aufruf: Alles Wahlen!

Übrigens: Der Kiebitzer entschuldigt sich für die lange berufs- und sommerbedingte Pause und hofft, jetzt wieder öfter etwas zu sagen zu haben…

Putsch upside-down

SalzburgBeinahe hat man es übersehen, so schnell ist es gegangen: Mit einem kurzen, unangekündigten Ausflug nach Salzburg hat H.C. Strache die dortige FPÖ Führung entmachtet, nein, sogar aus der Partei entfernt. Was genau der Grund für diesen Coup war, ist nicht so ganz offensichtlich. Strache redet von “Hinterfotzigkeit” als würde er sich damit auskennen; anscheinend hielten die Salzburger mit ihrer Meinung nicht hinter dem Mönchsberg, und das (oder die) hat Strache halt nicht gepaßt, und schon mußten Köpfe rollen.

Mittlerweile herrscht Chaos in der Salzburger FPÖ: Die Abtrünnigen haben eine neue Partei gegründet, einige mehr haben gewechselt, wieder andere sind in den Schoß der Mutterpartei zurückgekehrt… Man kennt sich nicht aus. Sicher ist auf jeden Fall, daß dies, weil eine lokale Begebenheit, nur einen Sturm im Wasserglas darstellt und keine Parteispaltung – und damit Parteischwächung – auf Bundesebene nach sich ziehen wird.

Die Werte, für die die FPÖ so steht sind – und werden hoffentlich auch nie wieder – salonfähig. Aber wenn H. C. Strache so den harten Mann mimt, der “Probleme” nicht zerredet sondern aus der Welt schafft, dann ist das in der gegenwärtigen österreichischen Politlandschaft schon eine Ausnahme. Kein Wunder, daß man die wählt. Wie war noch der Spruch mit den Blinden und Einäugigen…?